[Dies & Das] Interview mit der lieben Julia Dippel – Autorin der Izara-Reihe

Hallihallo ihr Lieben!

Heute möchte ich euch ganz herzlich einladen, die liebe Julia Dippel – Autorin der „Izara-Reihe“ – etwas näher kennenzulernen. In unserem Interview haben wir sie über ihr Privatleben, das Schreiben ihrer Bücher und den dritten Band ausgequetscht. Wir haben ein sehr angenehmes und lustiges Gespräch mit der aufstrebenden Autorin geführt, weswegen wir euch dieses nun nicht mehr länger vorenthalten wollen.

Das Interview

Wie bist du zum Schreiben gekommen? War es immer schon dein größter Wunsch oder ist die Idee, Geschichten zu erzählen, erst im Laufe der Zeit gekommen?

Ich habe schon immer gerne Geschichten erzählt, war am Tagträumen und habe mir Dinge ausgedacht. Ich habe diese früher nur nie aufgeschrieben und bin dann ja auch eher in die Theater-Ecke – ich bin Ressigeurin – in dieses Geschichten erzählen gekommen und habe ganz viel in Bilder übersetzt. Das Schreiben ist eigentlich ein neues Medium für mich, das ich nach dem Abi angefangen habe, dann aber wieder sein habe lassen. Nun war es dann aber irgendwann so weit und ich habe das Schreiben lieben gelernt, weil man sich komplett frei von Vorgaben und Budgets ausleben kann. 

Lilli und ich diskutieren schon seit geraumer Zeit, wie man nun eigentlich den Titel deiner Romantasy-Reihe ausspricht. Lilli meint, dass man es „Isara“ – also mit einem s – betonen würde, während ich der Meinung bin, dass man „Izara“ spricht, so, wie man es eben auch schreibt. Für unseren Seelenfrieden wäre es toll, wenn wir das gleich zu Anfang klären könnten.

*Lacht* Man spricht es mit einem s aus, also „Isara“. Ich kann aber auch nicht sagen, was es im Original ist, da es aus dem Baskischen kommt und „Stern“ bedeutet. Ich dachte mir, dass das ganz gut passt und habe es genutzt. 

Mit „Izara – Das ewige Feuer“ und Band zwei „Stille Wasser“ hast du nun also schon zwei Romantasy-Geschichten beim Thienemann Verlag veröffentlicht und damit eine immer größer werdende Leserschaft um dich herum aufgebaut. Hat es seit der Veröffentlichung der beiden Bücher irgendwelche grundlegenden Veränderungen in deinem Leben gegeben?

Ja, ich habe sehr viel weniger Zeit. *Lacht* Ich bin ein Workaholic, das heißt, ich habe davor auch schon sehr viel Zeit in meine Theatergruppen investiert und hatte eigentlich nur Nachtsichten zum Schreiben übrig. Wenn man keinen Termindruck hat, funktioniert das auch wunderbar, aber jetzt, wo ich Abgabefristen einzuhalten habe, muss man sich schon ganz anders koodinieren. Zum Anderen halte ich natürlich viele Lesungen, beantworte viel Fanpost und signiere Bücher. Das ist eine Art von Anerkennung, die ich so noch nicht kenne, mit der ich auch schwer umgehen kann, allerdings ist sie wirklich ganz, ganz toll. 

Dann kommen wir einmal zu einer interessanten Frage. Möchtest du deinen Lesern etwas über dich verraten, das sie bis jetzt noch nicht über dich wissen? 

Ich bin ein grundsätzlicher Tier- und Haustierfan, allerdings wohnen ich und mein Freund sehr beengt, weswegen es ganz schwierig ist, da guten Gewissens ein Tier zu halten. Ich würde sehr, sehr gerne einen Hund haben … irgendwann einmal vielleicht, wenn ich mehr Zeit habe.

Ich baue meine Burger, bevor ich sie esse, immer zuerst auseinander und dann wieder zusammen. Ich muss irgendwie wissen, was da drauf ist und schichte und sortiere es auch ganz gerne neu. Eigentlich bin ich kein ordentlicher Mensch, aber das muss ich mir vorher schon immer anschauen.

Ich habe einen ä-Tick. Ich unterrichte Theater und bin Regisseurin, deswegen ist mir Sprecherziehung auch recht wichtig. Es gibt ganz viele Leute, die das ä nicht richtig aussprechen. Es heißt zum Beispiel Mädchen (gesprochen Mädchen) und nicht Mädchen (gesprochen Medchen). Im Österreichischen und Dialekt ist das natürlich anders, aber wenn man es aus dem Hochdeutschen betrachtet, macht es Unterschiede. Es ist etwas Anderes, wenn man von den Häfen oder den Hefen spricht. Das hat mir tatsächlich auch schon mein Theater Lehrer beigebracht und danach habe ich einige Momente gehabt, in denen mir diese speziellen Wörter aufgefallen sind.

Wenn ich mit einem ganz lieben Freund von mir über Lucian rede, spricht er ihn immer Lutschian aus. Nachdem dieser aber auch Korrektur liest und beim Entstehen der Kapitel auch beteiligt ist, rede ich mit ihm wirklich viel über den Lutschian und ich habe echt Angst, dass mir das in irgendeiner Lesung einmal rausrutscht … bisschen unsexy. *Lacht*

Beschäftigen wir uns nun also speziell mit deinen zwei atemberaubenden Büchern. Wie ist es gekommen, dass diese beim Thienemann Verlag erschienen sind und hat es Schwierigkeiten bei der Verlagssuche gegeben?

Ich hatte den ersten Band fertig geschrieben und habe ein paar Leute gefragt, ob sie mir Feedback dazu geben möchten. Ich kannte über ein paar Ecken einige Leute und so ist es gekommen, dass auch eine Lektorin Ari und Lucian verfallen ist. Die und das ganze Verlagsteam fand sie einfach so nett, dass es danach eigentlich gar keine Frage mehr war. Ich muss echt sagen, dass ich da sehr viel Glück hatte und damit sehr zufrieden bin. 

Wann und in welcher Situation kam dir die Idee zu „Izara“ beziehungsweise gibt es hinter der Entstehung der Buchreihe eine Geschichte, die du mit uns teilen möchtest?

Ich habe nach dem Abi angefangen, ein Buch zu schreiben beziehungsweise eine Reihe. Es war total riesig konzipiert und ich habe alles parallel geschrieben, weil ich mal da und dort ein Stückchen toll fand. Deswegen hatte ich unglaublich viel Material, aber nichts ist wirklich fertig lesbar, weil immer etwas dazwischen fehlt. Einige meiner besten Freunde haben davon gewusst und haben mich öfter danach gefragt, ob sie nun endlich etwas lesen könnten. Irgendwann wollte ich dann aber etwas Neues schreiben und da war ich gerade auf einer Theaterfahrt und meine Schüler haben mir dazu geraten, das unbedingt weiterzuverfolgen und so ist Izara entstanden. Es war von Anfang an klar, dass es um unsterbliche Wesen gehen muss und ich wollte nichts, das es schon gibt. 

Wie erging es dir beim Schreiben von „Izara“ beziehungsweise geht es dir immer noch? Ist es verwirrend, einen Plot mit so vielen verschieden handelnden Figuren zu ergründen und hat es lange gedauert, ein Konzept anzufertigen oder hast du einfach begonnen, darauf los zu schreiben.

Ich habe tatsächlich begonnen, darauf los zu schreiben. Das wird, je später es im Buch wird, immer komplizierter und deswegen plotte ich mittlerweile auch, was ich anfangs nicht gemacht habe. Ich habe einige Stationen festgelegt und weiß, worauf es im Endeffekt hinauslaufen soll. Ich brauche eben diese Ankerpunkte, auch wenn ich nichts exakt plane. Die Figuren haben eben wirklich ihr Eigenleben. Wenn sie irgendetwas nicht machen wollen, so nicht handeln würden, geht es so nicht weiter, und dann muss ich das Kapitel nochmals auffalten.

Erzähle uns einmal genauer etwas zu deinen Charakteren, speziell natürlich zu Lucian und Ari. Sind dir die Figuren, also zum Beispiel der anfangs abweisende Lucian, der einem aber unglaublich schnell ans Herz wächst, so gelungen, wie du sie dir vorgestellt hast?

JA. Also sie sind auf jeden Fall so gelungen, wie ich sie mir vorgestellt habe und ich bin auch sehr, sehr glücklich darüber. Ich muss manchmal vorsichtig sein, weil ich gefährdet bin, Dinge aus den Augen zu verlieren. Manchmal ist eine Situation so frustrierend, dass ich die Ari am liebsten Stunden darüber meckern lassen würde und dann habe ich meine zwei Mitleser, die mir sagen, wenn Ari zu negativ wird. Bei Belle ist es auch ganz schlimm, ich habe eine extra Belle-Beauftragte, die dafür da ist, dass dieser nicht zu soft wird und nicht nur der nette Onkel ist, sondern auch andere Seiten zeigt. Wenn er aber da ist, dann schreibt sich die Story für mich viel lockerer, deswegen mag ich ihn auch richtig gerne.

Nun eine Frage, die dein Herz wahrscheinlich etwas höher schlagen lassen wird. Wie war es dann, sein eigenes Buch das erste Mal in einer Buchhandlung stehen zu sehen und die ersten Leserstimmen zu erfahren, einfach zu wissen, dass es da draußen viele Leute gibt, die das eigene Werk lieben oder wie in unserem Fall sogar als absolutes Jahreshighlight heranziehen?

Ja, mein Herz schlägt höher. Die Reihenfolge war bei mir aber tatsächlich anders. Dadurch, dass das Buch bei Loomlight veröffentlich worden ist, ist es ja zuerst nicht in die Buchläden gekommen, sondern als E-Book erschienen. So war Loomlight auch immer konzipiert, zuerst als E-Book und dann als Print on Demand. Deswegen habe ich zuerst die Leserstimmen beobachtet und da war ich wahnsinnig aufgeregt, habe täglich nachgeschaut, ob etwas Neues kam und es war dann natürlich unglaublich und persönlich – ich meine, die Geschichte kommt aus meinem Kopf heraus -, so ein schönes Feedback zu erfahren. Bis das Buch dann in die Läden gekommen ist, hat es etwas gedauert, weil es sich nicht in der Verlagsvorschau von Thienemann-Esslinger befindet und die einzelnen Buchläden mein Buch aktiv bestellen mussten. Das erste Mal, als ich es tatsächlich dort stehen habe sehen, war bei einer Signierstunde und ich war wirklich richtig aufgeregt und überfordert.

Abschließend möchten wir dich noch fragen, ob du uns schon etwas zu dem dritten Band von „Izara“ erzählen kannst? Wann wird dieser voraussichtlich erscheinen und möchtest du uns einige Kleinigkeiten verraten, die auf uns zukommen werden?

Voraussichtlich wird der dritte Teil dieses Jahr im November erscheinen. (Freude unsererseits) Ich habe bis dahin auch noch einiges zu tun und werde mich beeilen, aber dadurch, dass es zuerst wieder als E-Book erscheint, fallen eben diese langen Produktionszeiten weg. Bis Print on Demand dauert es dann leider wieder zwei bis drei Wochen, aber ich hoffe, dass es dann vor Weihnachten schon als Taschenbuch erhältlich ist, deswegen schreibe ich gerade auch sehr schnell (; 

Habt ihr denn das Cover des neuen Teiles schon gesehen? Die Haare von Ari gehen in der Ecke in das neue Cover über. Bei der Suche der Buchvorderseite habe ich tatsächlich etwas gebangt, weil es doch sehr gefährlich war, jemanden auszusuchen, der den Lucian darstellen soll und den allgemeinen Geschmack trifft. Müsste ich mir meinen Lucian selber basteln, würde er wahrscheinlich auch anders aussehen, aber ich finde die Intensität von dem Blick gut.

Was wollt ihr denn über den dritten Band wissen? Etwas über die Charaktere? Also, Ari zieht … ich verrate es jetzt einfach … zieht bei Belle ein. (Dam, dam, dam) Also sie will aus dem Lyceum weg, weil sie das alles nicht gut verkraftet und zieht deswegen bei Belle ein. Also, es ist alles etwas komplizierter, sie sagt nicht einfach „Ja, klar“, aber das Fazit ist, dass sie zu Belle nach Malta zieht. Es geht also raus aus der Schule und die Handlung verschiebt sich ganz woanders hin. Ich war einmal auf der Mittelmeerinsel und fand es dort ganz faszinierend, deswegen Malta. 

Insgesamt sind die Bücher außerdem als Vierteiler geplant. Dann bedanke ich mich recht herzlich für das Interview, es hat sehr viel Spaß gemacht, mit euch zu plaudern.

Fazit

Habt ihr Julias Bücher noch nicht gelesen?! Dann kann ich euch diese wirklich nur ans Herz legen, die Autorin ist super sympathisch und schreibt nicht aus kommerziellen Gründen sondern aus Herzblut. Das liest man auch in ihren unglaublich komplexen und weitreichenden Fantasy-Geschichten, die euch das Herz höher schlagen lassen werden. Lilli und ich sind jedenfalls begeistert! Auch das LoomLight-Team hat uns sehr lieb empfangen, wir hoffen auf mehr Interviews in naher Zukunft!

Unsere Rezi zu Teil 1
Unsere Rezi zu Teil 
Teil 3 erscheint im November!!!

 

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