[Dies & Das] Ich glaub, ich seh doppelt – gleiche Buchcover

Hallihallo ihr lieben Booktastics😘!
Legt ihr auch immer viel Wert auf die IndividualitĂ€t jedes Covers? Dass es etwas Besonderes beinhaltet, das euch jedes Mal aufs Neue ĂŒberzeugt? Ein Cover, das jedes Buch einzigartig macht? Wir schon und deswegen war es umso erschreckender fĂŒr uns, als wir uns auf die Suche nach Ă€hnlichen beziehungsweise fast gleichen Cover gemacht haben – und tatsĂ€chlich fĂŒndig geworden sind!

Ihr glaubt uns etwa nicht? In den folgenden AbsĂ€tzen soll es um zwei verschiedene Beispiele gehen, die euch zeigen werden, dass es tatsĂ€chlich oft Zwillingsbuchcover gibt – und das sogar bei grĂ¶ĂŸeren VerlĂ€gen.

Achtung, dieser Beitrag könnte Formen von Sarkasmus und nicht ernst gemeinter Provokationen beinhaltenđŸ€—

„The Deal – Reine Verhandlungssache“ vs. „Forever in Love – Das Beste bist du“

Beginnen wir einmal mit zwei BĂŒchern, die beide aus dem YA-Genre sind und von ziemlich großen VerlĂ€gen stammen. „The Deal“ ist aus dem Piper-Verlag und „Forever in Love“ vom LYX-Verlag. Eigentlich hat das Ganze schon etwas recht Positives😂. Ihr habt euch auch immer gefragt, wie der Mann von „The Deal“ von vorne aussieht? Tja, jetzt habt ihr eure Antwort. LYX war so freundlich und hat dieses Geheimnis gelĂŒftet – was fĂŒr ein GlĂŒck.

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Aber jetzt einmal ehrlich: Beide Cover sind eindeutig beim gleichen Shooting entstanden. Die Personen tragen die identische Kleidung, das Licht scheint beide Male auf die Haare der Frau und die Pose ist auch die selbe. Einzig und allein der Blickwinkel ist also verĂ€ndert worden – wir mĂŒssen schon sagen, die KreativitĂ€t lĂ€sst da eher zu wĂŒnschen ĂŒbrig. Dachten die VerlĂ€ge wirklich, dass es niemand bemerkt? Dass ihr kleiner Schwindel unentdeckt bleibt? Na ja, leider nicht mit uns. Ist euch das Ă€hnliche Buchcover vielleicht auch schon aufgefallen?

It’s called „Originality“ – You should try it sometime

Die Frage ist doch: Wer hat nun wem nachgemacht? So schwer es fĂŒr uns ist, euch diese traurige Info zu geben: Der Piper-Verlag ist wohl der ÜbeltĂ€ter, da „The Deal“ erst ein Jahr nach „Forever in Love“ erschienen ist. Wenigstens haben die beiden BĂŒcher nicht den gleichen Inhalt – auf jeden Fall mehr oder weniger. Sie spielen zwar beide an einem College und es geht in beiden um Football, aber das waren auch schon die Gemeinsamkeiten. Ob das nun viele oder wenige sind, darf jeder fĂŒr sich selbst entscheiden …

„Belle et la magie – Hexenherz“ vs. „Biss zum Sieg“ vs. „Kein Prinz fĂŒr Riley“

Nun haben wir sogar drei BĂŒcher gefunden, die alle mit der selben Person am Cover geschmĂŒckt worden sind. Wo bleibt da die Fantasie?! Oder zumindest das Talent, sich zu informieren, ob nicht die gleiche Frau schon auf dem Cover eines anderen Verlages zu finden ist?

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Vor allem bei „Belle et la magie“ und „Biss zum Sieg“ sind die Ähnlichkeiten auf den ersten Blick auffallend. So auffallend, dass wir am Anfang dachten, es handelt sich um die gleichen BĂŒcher … Das war vielleicht nicht ganz so geplant. Was dachten sich die VerlĂ€ge denn dabei? Nehmen wir das selbe MĂ€dchen und fĂŒgen es in einen anderen Hintergrund ein? Wobei anders relativ gesehen werden muss. Immerhin haben beide BĂŒcher Äste und Vögel auf dem Cover. Allerdings behandeln die BĂŒchlein andere Themen, denn wĂ€hrend es in „Belle et la magie“ um Hexen geht, handelt „Biss zum Sieg“ von Vampiren. Juhu, wenigstens etwas …

Und an dieser Stelle könne wir einen super Vergleich zur Schule liefern, die fĂŒr uns dieses Jahr Gott sei Dank gelaufen ist (😍!!!) Also, so ist das doch auch in der Schule beim Abschreiben: Die GrĂ¶ĂŸeren sind doch immer besser als die Kleineren und haben schon mehr Erfahrung. Anscheinend ist diese Tatsache auch auf VerlĂ€ge bei der Gestaltung von Buchcover umzumodeln. Wenn man ganz genau hinschaut, sind bei „Biss zum Sieg“ noch Reste von der Bildbearbeitung zu finden, wĂ€hrend bei Carlsen Impress und „Belle et la magie“ etwas mehr Können zu vermuten ist. Unsere Schulssfolgerung war deswegen, dass „Belle et la magie“ vor „Biss zum Sieg“ erschienen sein muss, jedoch ist dem nicht so! Wie auch in der Schule ĂŒblich, lassen die Großen die Kleinen arbeiten und Carlsen Impress hat sich „dp digital publishers“ als sein kleines Opfer ausgesucht. Schade, wie ihnen ganz anscheinend die Ideen ausgehen.

Individuality of Expression ist the beginnig and end of all art

Nachdem wir nun ĂŒber die Zwillinge der kleinen Coverfamilie gesprochen haben, dĂŒrfen wir natĂŒrlich die jĂŒngere Schwester der zwei nicht vergessen. Die Rede ist von „Kein Prinz fĂŒr Riley“.

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Also, wie ihr vielleicht schon gesehen habt, hat das kleine Geschwisterchen große Ähnlichkeit mit ihren BrĂŒdern – wenn auch nur auf den zweiten Blick. Mit ihrem Umhang und fĂŒr die Familie typischen Pose ist nach kurzer Zeit klar, dass sie etwas mit ihnen gemeinsam hat. Zum GlĂŒck, hat sie dann rein Charakterlich nichts mit ihren BrĂŒdern zu tun – Statt in einem Wald verbringt sie ihre Zeit lieber mit ihrem Freund, was vielleicht an ihrem verĂ€nderten Gesicht liegt…wer weiß. Erfreulicherweise hat sie auch Äußerlich nichts mit ihren BrĂŒdern zu tun, wĂ€re ja auch blöd, wenn man das selbe Gesicht wie die mĂ€nnliche Geschwister hat. Von ihrer Mutter hat sie wohl die Gesichtsform, wobei die Harre ganz eindeutig von ihrem Vater abstammen. Wie ihre BrĂŒder hat sie die exakt selbe Haarfarbe und der gleiche, so familientypische, Scheitel ist auch vererbt worden. – da muss wohl ein dominantes Gen dabei gewesen sein, anders ist das wohl nicht möglich.

It’s okay to copy someone, to be influenced by a great master, so long as you say it

Okay, wir hören ja schon mit den Vergleichen auf😇 Diese Self-Publishing-Autorin war wenigstens einbisschen kreativer als ihre VorgĂ€nger. Sie wusste wahrscheinlich, dass schon eine Ă€hnliche Fassung des Covers existiert und dachte bei sich, wenn sie das Gesicht der Frau austauschen wĂŒrde, wĂ€re es nicht so auffĂ€lig. – doch nicht mit uns! Auch dieser kleine Schwindel flog leider mit den zwei BĂŒcherverrĂŒckten MĂ€dels hier auf. Durch die unverkennbare Haltung der HĂ€nde, die sich natĂŒrlich nicht verĂ€ndert hat, und den Umhang, der noch immer die selbe Farbe und Gesichtsform hat, war uns schnell klar, dass es sich wohl um das selbe MĂ€dchen handeln muss. Bei der Autorin drĂŒcken wir jedoch beide Augen zu, da sie keinen Verlag und somit Coverdesigner zur VefĂŒgung hatte und in diesem Fall darf man sich an einem anderen Cover, nennen wir es, orientieren.

Fazit

Never judge a book by its cover. You never know what the inside looks like until you open it up. It might be the one that changes everything about the way you feel.

Jaja, wenn wir nur unsere BĂŒcher rein vom Inhalt aussuchen wĂŒrden … leider können auch wir uns nicht von den CoverkĂ€ufern dieser Welt ausschließen. Doch seid einmal ehrlich, könnt ihr es? Es ist doch normal, zuerst auf das Äußerliche zu schauen, auch wenn wir gerne so tun, als wĂŒrden wir es nicht. Doch innen drinnen wissen wir, dass es wahr ist. Deshalb ist es umso wichtiger, ein individuelles Cover auf den Markt zu bringen, einfach um den Leser anzusprechen. Es ist numal wichtig, da das Cover beim Kauf durchaus beeinflusst. Ob es das Innenleben des Buches wiederspiegelt, vielleicht gleich Fragen aufwirft oder möglicherweise schon die Grundstimmung des Werkes zu erkennen ist. Und wenn dann rauskommt, dass es Ă€hnliche, oder fast identische Cover bereits gibt, ist dies klarerweise sehr entĂ€uschend. Das geliebete BĂŒchlein wird plötzlich zu einem „Massenprodukt“, die Gesichichte scheint plötzlich farblos und man versucht das andere Cover schnell zu vergessen, um sich einzureden, dass nur eines existiert.

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Ähnlich war es auch bei „Biss zum Sieg“ bei mir, Lilli. Als ich das Cover zu dem Buch gesehen habe, war ich zuerst sehr verwirrt, weil ich dachte, dass möglicherweise ein Fehler vorliegt und mir mein Kindel einfach ein falsches Cover zeigt. – das kann ja einmal vorkommen, oder? Doch nach lĂ€ngeren Recherche war schnell klar, dass es sich tatsĂ€chlich um das „richtige“ Cover handelte. Dadurch wurde das Buch fĂŒr mich uninteressant, schade eigentlich, vielleicht ist es sogar gut, nur glaube ich nicht, dass ich es jemals erfahren werde…Auch „Belle et la magie“ hat deswegen einen etwas bitteren Beigeschmack fĂŒr mich persönlich erhalten. Hatte jemand schon eine Ă€hnliche Erfahrung und kann mir sagen, dass ich nicht verrĂŒckt bin?

Die erwĂ€hnten BĂŒcher:

„The Deal“ von Elle Kennedy
„Forever in Love“ von Cora Carmack
„Belle et la magie“ von Valentina Fast
„Bis(s) zum Sieg“ von Fiona Winter
„Kein Prinz fĂŒr Riley“ von Anna Katmore

Danke fĂŒrs Lesen!
Kathi und Lilli

PS: Wir sind uns natĂŒrlich dessen bewusst, dass die VerlĂ€ge (hoffentlich) nicht absichtlich die selben/Ă€hnliche Cover erstellt haben, wir wollten nur einmal darauf aufmerksam machen.

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11 Antworten auf “[Dies & Das] Ich glaub, ich seh doppelt – gleiche Buchcover”

  1. Toller Beitrag 🙂
    Mir sind solche Cover auch schon öfters aufgefallen, aber die Verlage haben nicht fĂŒr jedes neue Buch Geld um ein Shooting zu machen. Letztlich werden die Bilder nur gegen Geld gekauft, wodurch es vorkommt dass Cover mehrmals verwendet werden.
    Liebe GrĂŒĂŸe

    GefÀllt 1 Person

  2. Ein wirklich toller Beitrag!
    Mir ist das bei zwei BĂŒchern auch mal aufgefallen, außer dem Titel haben die BĂŒcher einfach mal so gut wie das gleiche Cover. Bei dem einen ist es nĂ€her dran, spiegelverkehrt und es wurden noch ein paar kleine Effekte hinzugefĂŒgt.
    Aber im Großen und Ganzen merkt man, dass es das gleiche Cover ist. Es handelt sich dabei um „Verliebt in Mr. Daniels“ und „NachtschattenmĂ€dchen“

    Ich fĂ€nde es auf jeden Fall toll, wenn noch weitere solcher BeitrĂ€ge kommen wĂŒrden, denn amĂŒsant war es auf jeden Fall! 🙂

    Liebe GrĂŒĂŸe
    Michelle

    GefÀllt 1 Person

    1. Danke, Michelle!đŸ€—
      Die BĂŒcher muss ich mir gleich anschauen! Danke auf jeden Fall fĂŒr den Tipp und wir sind schon am Überlegen, ob wir einen 2.Teil schreiben sollen, da wir beim Schreiben einfach so viel Spaß hatten.
      LG Lilli
      Ps: Danke fĂŒr deine lieben Kommentar, wir haben uns sehr darĂŒber gefreut!😘

      GefÀllt 1 Person

  3. Sehr schöner Beitrag!
    Mir war es das erste mal mit Light & Darkness (Laura Kneidl) und Breathe (Sarah Crossan) aufgefallen. Ich konnte die BĂŒcher erste nicht auseinander halten.
    Hier der vergleich: https://www.carlsen.de/sites/default/files/styles/product_medium/public/produkt/cover/9783551315946.jpg?itok=IiQ1rMFP
    und

    Der unterschied ist nicht ganz so extrem wie bei deinen Vorgestellten, aber verwirrend genug.
    Inzwischen hat Breathe aber ein neues Cover bekommen und damit ist keine Verwechslung mehr möglich 🙂

    GefÀllt 1 Person

    1. Dankeschön und danke fĂŒr den Tipp! 😇 Die Gemeinsamkeiten der beiden Cover sind schon sehr groß! Je mehr ich mich mit dem Thema „Zwillingsbuchcover“ beschĂ€ftige, desto mehr finde ich. Ich glaube wir sollten noch eine Beitrag darĂŒber schreibenđŸ€—
      LG Lilli
      Ps: Entschuldige bitte, fĂŒr die spĂ€te Antwort, ich hatte in der letzten Woche so viel zu tun!

      GefÀllt 1 Person

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