[Rezension] Scythe – Die Hüter des Todes | Band 1 | Neal Shusterman

Hallihallo ihr Lieben😇! Die Lbm 2018 ist vorbei, wir sind wieder auf dem Weg nach Hause und nach und nach werden wir euch nun unsere Messeausbeute vorstellen😍. Eines der Bücher, das ich von Neal Shusterman am Freitag signieren lassen konnte ist „Scythe“, das ich erst kurz davor beendet hatte. Und ich sage nur eins: Ich bin echt begeistert, ich fand die Geschichte wirklich faszinierend, deswegen ist es auch kaum verwunderlich, dass Teil 2 gleich von der Buchmesse mit durfte😋.

Inhalt

„Willkommen im Leben als Gott“, sagte Scythe Volta zu ihm, während in ihrem Rücken das Gebäude abbrannte. (S. 313)

Wenn die Menschheit unendliches Wissen und die Unsterblichkeit erlangen, was passiert dann? Wenn ihr einziges Problem noch die Überbevölkerung der Erde ist, aber auch diese Lösung auf der Hand liegt und da kommen sie zum Einsatz, die Scythe: Gefürchtet und verehrt zugleich sind sie in einer fernen Zeit die einzigen Wesen, die töten dürfen und sie allein entscheiden, wer sterben muss. Citra und Rowan sind es, die auserkoren wurden, neue Scythe zu werden. Sie werden die Macht es Tötens erlernen, sie werden die Lehre des Giftmischens verstehen und noch so vieles mehr … Doch sie wissen nicht, worauf sie sich einlassen … Sie wissen nicht, dass ihnen ein tödlicher Wettkampf bevorsteht und sie bald Feinde sein werden. Sie wissen nicht, dass die Regeln des Sythetums biegsam sind und es Leute gibt, die das ausnutzen … Sie wissen nicht, dass ihre Welt kurz vor einer Revolution steht … Und doch beginnen sie ihre Lehre, denn ein guter Sythe ist nur jemand, der das Töten verabscheut …

MeineGedanken

Ich gebe „Scythe – Die Hüter des Todes“ von Neal Shusterman 4,5 von 5 Sternen.

4,5Sterne

Was soll ich sagen? Eine Zeit lang bin ich um dieses Büchlein herum geschlichen, nie ganz sicher, ob mich die Thematik ansprechen würde😂. Doch dann stand mein Geburtstagseinkauf an und „Scythe“ ist irgendwie mitgerutscht. Im Nachhinein bin ich wirklich froh, dass nun auch es einen wunderschönen Platz im Bücherregal hat, die Story hat mich wirklich von sich überzeugt😇.

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Beginnen wir einmal so: Was hat mich am meisten an Scythe überzeugt… Waren es die Protagonisten, war es der Schreibstil oder doch die Idee, auf der das Buch aufgebaut ist? Ich denke, wenn ich mich entscheiden müsste, wäre es die fantasievolle Idee, die wirklich voller Potential steckt (😍) und das unglaubliche Setting in einer Welt, wo die Menschen den Tod besiegt haben und ihn nun doch künstlich herbei führen müssen.

Die Entwicklung der Zivilisation war abgeschlossen. Das wusste jeder. Was die Menschheit betraf, gab es nichts Neues mehr zu erfahren. (S. 18)

Aber alles einmal von Anfang an. Da wären Citra und Rowan und schon den Einstieg in die Handlung fand ich sehr amüsant, so dass ich wirklich sofort nicht mehr aufhören konnte zu lesen😂. Beide machen auf unterschiedliche Weise mit Scythe Faraday Bekanntschaft, bei dem sie dann später in die Lehre gehen.

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„Du schaust hinter die Fassade der Welt, Citra Terranova. Du würdest eine gute Scythe abgeben.
Citra wich entsetzt zurück. „Das würde ich nie sein wollen.“
„Das,“ sagte er, „ist die wichtigste Voraussetzung. (S. 21)

Citra wird hier als mäßig selbstbewusstes Mädchen dargestellt, das mit ihrer großen Klappe von sich überzeugen will❤️. Und so kommt es natürlich auch, dass sie vor den Scythe nur mangelnden Respekt besitzt. Dies zeugt natürlich von Mut, denn sie könnte wortwörtlich mit ihrem Leben dafür bezahlen.

Würde er dazu in der Lage sein, einen anderen Menschen zu töten? Nicht nur einen, sonder viele, Tag für Tag, Jahr für Jahr, bis er seine Ewigkeit erreichte? (S. 60)

Rowan dagegen lernt man als das Salatblatt kennen, wie er sich selbst gerne bezeichnet😂. Er wird oft übersehen, gehänselt und bekommt auch von seiner Familie nicht die nötige Anerkennung. Meiner Meinung bleibt er ein bisschen zu undurchsichtig, man erfährt zwar auch etwas über seine moralischen Fragen im Laufe des Buches, allerdings wäre es nett, im nächsten Teil noch mehr von ihm persönlich zu erfahren🙂.

Nun ist es mir noch ganz wichtig ein bisschen über die Handlung zu sprechen. Auch diese ist nämlich einer der Gründe, weswegen ich sehr überzeugt von Scythe bin. Plottwists stehen an der Tagesordnung und auch sonst ist die Geschichte meiner Meinung nach nie langweilig geworden😇. Das ist wahrscheinlich einer der Mitgründe, weswegen ich das Büchlein so schnell durch hatte. Es passieren einfach so viele Dinge, die sich gar nicht erahnen lassen und mit denen man auch so gar nicht rechnet! Lasst euch überraschen😍. Allerdings ist trotzdem zu bemerken, dass Teil eins der Reihe nur Vorgeschichte zu einer viel weitläufigeren Handlung bietet. Das finde ich teilweise schade, teilweise aber natürlich auch verständlich, weil der liebe Neal natürlich will, dass wir auch noch den Folgeband kaufen😂. Ja, und da ich seinen Plan doch nicht zerstören will, werde ich auch noch heute beginnen – Ich hoffe, dass mich auch Band 2 von sich überzeugen kann🙂.

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Die Kriminalität hätte ich nicht gerne zurück, aber es ermüdet mich, dass Scythe die einzigen Angstmacher sind. Schön wäre es, wenn wir dabei Konkurrenz hätten. (S. 124)

Ach übrigens, auch den Schreibstil möchte ich noch kurz herausstreichen. Wie sich denken lässt, fand ich auch diesen sehr angenehm zu lesen, allerdings hätte ich in diesem Fall anstatt der auktorialen Erzählweise eine Ich-Perspektive aus unterschiedlicher Sicht von Citra und Rowan vorgezogen. Aber soll der liebe Neal machen, wie er will, auch mit dem auktorialen Erzähler war das Buch flüssig zu lesen😂. Außerdem mochte ich, dass es neben der Hauptgeschichte immer noch kleine Einschübe gab, die sind aber jetzt schwer zu erklären. Man wird wahrscheinlich erst verstehen, was ich meine, wenn man das Buch gelesen hat😋.

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Wir sind nicht mehr dieselben Wesen wie früher. Und wenn wir keine Menschen mehr sind, was sind wir dann? (S. 135)

Eine klitzekleine Sache noch, die mir negativ aufgefallen ist: Irgendwie wurde versucht, eine Liebesbeziehung zwischen Rowan und Citra entstehen zu lassen. Allerdings fand ich die ein wenig unpassend. Einerseits war die Handlung sowieso schon so vielsträngig, dass diese meiner Meinung nach gar nicht nötig ist, andererseits wurde sie im Buch auch so schlecht herausgearbeitet, dass sie für mich gar nicht auffallend war, bis sie in den letzten Seiten auf einmal „Ich liebe dich“ zueinander sagen und ich mir plötzlich so dachte: „Was?! Was habe ich nicht mitbekommen?😂“ Da hat einfach dieses Prickeln gefehlt, diese widersprüchlichen Gefühle, mal abgesehen von der Tatsache, dass sie wie mir vorkam sie sich im Laufe der Geschichte nicht ein einziges Mal berührt hatten😂. Ich sage nur Insta-Love und so😅.

Fazit

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Abschließend kann ich jedem „Scythe“ nur ans Herz legen, der sich wieder einmal nach einer aufregenden Story mit starken Protagonisten sehnt. Die Plottwists sind nur das Tüpfelchen auf dem i, da wären Citra und Rowan, die einen tollen Charakter hatten, das Setting, die Story … Ich kann gar nicht mehr aufhören zu schwärmen😍! Absolute Kaufempfehlung!

Lieblingsbeiträge

Die liebe Jessi hat einen ganz wundervollen Beitrag zu Scythe veröffentlich und teilt großteils die gleiche Meinung wie ich🙂.

Auch wenn ich zuerst dachte, dass mir das Buch nicht gefallen habe, habe ich ihm eine Chance gegeben. Und ich wurde nicht enttäuscht. Es hat mich gefesselt und mich mitfiebern lassen, ein toller Reihenauftakt, der mich positiv überrascht hat.

Ja, und auch weitere Rezensionen, die ich so gefunden habe, teilen meine Gedanken in allen Belangen🙂. Hier ein Ausschnitt aus dem Beitrag von der lieben Lana.

Endlich eine Dystopie mit einer neuen Idee. Doch nicht nur die Idee ist toll, das Gesamte Buch ist stimmig. Spannend bis zur letzten Seite, interessant, gesellschaftskritisch. Tolle, echte Protagonisten. Ein Buch das lange nachhallt! Die beste Dystopie die ich je gelesen habe.

Und hier auch noch eine letzte positive Rezension von der lieben Andrea.

In diesem Jahr gab es kein einziges Buch, das mich bereits beim Klappentext so fasziniert hat. Ich konnte es kaum erwarten, bis das Buch dann auch endlich auf den Markt gekommen ist.

Allgemeines

Autor: Neal Shusterman
Verlag: Sauerländer
Seitenanzahl: 527

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3 Antworten auf “[Rezension] Scythe – Die Hüter des Todes | Band 1 | Neal Shusterman”

  1. Tolle Rezension und danke fürs verlinken!
    Mir ging es wirklich gleich wie dir, ich wusste nie, ob mir das Buch gefallen würde, oder nicht, aber im Endeffekt bin ich froh, dass ich es gelesen bzw. gehört habe 🙂

    Liebe Grüße
    Jessi

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  2. Hey, ich stimme dir voll und ganz zu. Vor allem bei dem „ich liebe dich“ :). Allerdings hatte ich manchmal beim lesen das Gefühl, das man einfach in diese einem völlig neue Welt, hineingeworfen wird und somit viele Sachen zunächst unklar blieben. Aber ich freue mich auch schon auf den zweiten Teil :). Tolle Rezension!

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo, danke für dein liebes Kommentar😊. Ja, du hast schon Recht, jetzt wo du es erwähnst, kann ich dir nur zustimmen, auch ich fühlte mich anfangs ein kleines bisschen überfordert, mit all diesen neuen Infos zurechtkommen zu müssen, allerdings wird das wie ich finde besser, je mehr man von dem Buch liest und in Band 2, den ich mittlerweile schon gelesen habe, waren diese Komplikationen für mich eigentlich auch nicht mehr vorhanden, da man noch sehr viel Zusatzinfo über den Thunderhead und Co. bekommen hat😇😘. Lg Kathi🙂

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